Aussaattiefe
Eng mit dem Aussaatverfahren verbunden ist die Aussaattiefe, d.h. wie tief die Samen gepflanzt werden sollten. Als Regel gilt: "je kleiner der Samen, desto mehr möchte dieser das Licht sehen".
Mit anderen Worten: alle staubfeinen Samen sollten nicht mit Erde bedeckt werden. Hierzu gehören z.B. die meisten Campanulaceae, Crassulaceae, Primulaceae und Scrophulariaceae. Sehr gute Keimergebnisse werden für diese Arten erzielt, wenn die Samen sehr dünn auf das Substrat aufgebracht werden. Anschließend werden die Beete mit einer durchsichtigen Plastikfolie oder einer Glasscheibe abgedeckt. Dies verhindert eine Austrocknung des Substrates und damit auch des Samens. Die Beete sollten normalerweise an einem halbschattigen Ort bis zum Auflaufen der Sämlinge gehalten werden, damit sich die Beete nicht in der Sonne überhitzen (Treibhauseffekt).
Sobald die Sämlinge erscheinen, sollte die Abdeckung leicht angehoben werden, um durch Frischluftzufuhr die Sämlinge abzuhärten. Nach einigen Tagen, oder sobald die Sämlinge kräftig genug sind, kann die Abdeckung vollständig entfernt werden.
Samen von allen Pflanzen- und Blumenarten, die größere Samen besitzen, d.h. die mit bloßem Auge zählbar sind, sollten in der doppelten Höhe ihres Umfangs mit Erde abgedeckt werden. Saatgut von winterharten Stauden und Zwiebelgewächsen fühlen sich im allgemeinen am wohlsten bei einer Pflanztiefe von ca. 1cm. Diese Erdschicht oberhalb des Samen bietet diesen somit im Winter einen guten Schutz.
Samen von zahlreichen subtropischen Arten (z.B. Annona, Erythrina, Revnela, Strelitzia Arten und Dracaena draco) sollten im allgemeinen etwas tiefer sitzen (knapp 3cm), da die daraus hervorgehenden Sämlinge bereist recht groß sind und das tiefere Pflanzen einen besseren Halt bildet. Genaue Angaben zur Saattiefe finden Sie auf dem Samentütchen.