| Aussaattermin und Temperatur | ||
Die günstigsten Saattermine sind, je nach
Pflanzenart sehr verschieden. Aussaaten im Freien sind primär temperaturabhängig. Eine
erfolgreiche Freilandaussaat basiert auf einem warmen, gut vorbereiteten Boden. Dennoch
ist das Wärmebedürfnis der einzelnen Gemüsesorten sehr unterschiedlich. Mohrrüben,
Radieschen, Rettiche, Puffbohnen, Petersilie und viele andere können schon ab Mitte März
ausgesät werden, wogegen Gurken, Tomaten, Zucchini und Melonen nicht vor den Eisheiligen
auf das Beet sollen.Samen von winterharten Arten sollten von September bis Ende März ausgesät werden. Stellen Sie die Aussaattöpfe an einen geschützten, sonnigen Ort im Freien, wo sie ausreichende Feuchtigkeit erhalten, gleichzeitig aber keine winterliche Staunässe aufkommen kann. Für die meisten winterharten Arten ist eine Kühlperiode von einigen Wochen bis Monaten wichtig, um bei steigenden Temperaturen im späten Frühjahr bis Frühsommer keimen zu können. So werden z.B. im April gesäte Päonien und Magnolien meistens nicht vor Frühjahr des darauffolgenden Jahres keimen, da Samen von Päonien mindestens acht Wochen bei +7°C oder tiefer in der Erde liegen müssen, um dann bei steigenden Temperaturen keimen zu können. Allerdings hat diese Verzögerung um ein Jahr zumeist keine größere Auswirkung auf die Keimfähigkeit. Töpfe mit zu spät im Frühjahr ausgesäten oder auch im Frühsommer nicht gekeimten Samen sollten das ganze Jahr im Freien verbleiben und nie vollständig austrocknen; eine Keimung erfolgt dann in aller Regel entweder im Herbst oder aber spätestens im folgenden Frühjahr. Samen von nicht winterharten oder (sub)tropischen Pflanzen sollten im Freiland erst zu Beginn des Sommers ausgesät werden, sobald keine kalten Nächte bzw. Nachfröste mehr zu erwarten sind. Je nach der Region, in der Sie leben, wird dies ab etwa Ende Mai bis Ende Juni der Fall sein. Die mittleren Tagestemperaturen sollten dann bereits mindestens 20°C betragen. Die Einwirkung der teils noch starken nächtlichen Abkühlung kann bei einigen Arten keimungsfördernd sein. Einige tropische Arten benötigen noch etwas höhere Tages- und Nachttemperaturen, um erfolgreich keimen zu können. Hierzu zählen neben anderen z.B. Annona, Bignonia, Bixa, Carica, Clivia, Cyphomandra, Manilkara, Ravenala, Spathodea und Strelitzia. Das gleiche gilt für zahlreiche Palmenarten, auch wenn die daraus resultierenden Pflanzen frostresistent oder sogar winterhart sind! Für diese Arten sind mittlere Tagestemperaturen von 25°C optimal. Aus diesem Grund sollten diese Arten erst ab Anfang Juli im Freien ausgesät werden. Will man jedoch eine frühere Ernte erreichen, muss man die Pflanzen im Haus oder im Frühbeet (siehe unten) vorziehen. .
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